Archiv für den Monat: August 2010

Warum sagt man Zankapfel?

Der Begriff Zankapfel (auch Apfel der Zwietracht oder Erisapfel) beschreibt den Kern eines strittigen Themas oder auch  den Gegenstand eines Streites oder einer Auseinandersetzung. Den Ursprung des Begriffes finden wir in der griechischen Mythologie.

Die Göttinnen Hera, Athene und Aphrodite waren zusammen mit den übrigen olympischen Göttern zur Hochzeit des sterblichen Helden Peleus mit der Göttin Thetis (den Eltern von Achill) eingeladen. Eris, die Göttin der Zwietracht, war als einzige Göttin nicht eingeladen. Sie warf daraufhin einen goldenen Apfel mit der Inschrift Kallisti (für die Schönste) in die Runde und löste damit einen Streit zwischen Hera, Athene und Aphrodite aus, weil jede der Göttinnen den Apfel für sich beanspruchte.

Die drei baten Zeus, zu entscheiden, welche von ihnen die Schönste sei. Dieser wollte es jedoch klugerweise vermeiden, sich diese Wahl aufzubürden, da Aphrodite und Athene seine Töchter und Hera seine Ehefrau und Schwester waren. Also ließ er den Götterboten Hermes kommen und trug ihm auf, die Göttinnen zu Paris, dem schönen, wenn auch verstoßenen Königssohn Trojas zu bringen, damit dieser entscheide.

Alle drei Göttinnen versuchten Paris’ Gunst durch Bestechung zu erlangen: Hera versprach ihm politische Macht und Dominanz in Asien, Athene Weisheit und Kriegskunst. Aphrodite jedoch las Paris’ Wünsche am klarsten, indem sie ihm die schönste Frau auf Erden versprach, nämlich Helena. Diese war allerdings bereits die Frau des Königs Menelaos von Sparta. Jedenfalls sprach Paris den „ Eris-Apfel“ der Aphrodite zu, womit er sich den Zorn der anderen beiden Göttinnen zuzog. Diese versuchten nun, ihm zu schaden, wo sie nur konnten.

Die Folge des Urteils des Paris war der Trojanische Krieg.

Wie kam es zum Namen des Stadtteils St. Pauli?

Der berühmt-berüchtigte Stadtteil liegt zwischen Altona und Neustadt und hieß früher „Hamburger Berg“.

Es handelte sich dabei um einen Geestabhang, der von der tiefer gelegenen Marsch als Berg erschien. Der Hamburger Berg war einmal größer als das heutige St. Pauli und reichte von der Admiralitätstraße bis an die Grenze von Altona.

Aufgrund seiner Bodenbeschaffenheit wurde die Tonerde zum Brennen von Ziegeln bis auf das heutige Niveau abgetragen. Ein großer Teil des Hamburger Berges wurde zudem für die Verteidigungswälle benötigt, die zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges mit 21 Bastionen um die Stadt herum errichtet wurden. So verlor der Berg einerseits seinen hügeligen Charakter und wirkte weniger bedrohlich, denn von den Anhöhen hätte man ohne Mühe die ganze Stadt beschießen können. Andererseits wurde der Hamburger Berg in das Festungssystem integriert und lag nun hinter den Wällen.

Das „Hamburger Berg“ genannte Gebiet wurde von Napoléon während der Franzosenzeit niedergebrannt, um freie Schussfelder und somit bessere Sicht zu haben.

Nach dem Wiederaufbau der Vorstadt „Hamburger Berg“ wurde eine Kirche errichtet, die dem Heiligen Paulus geweiht wurde. Daraufhin wurde 1833 der Name des Stadtteils Hamburger Berg in St. Pauli geändert und 1894 wurde aus der Vorstadt ein Stadtteil von Hamburg.

Die Ente und das Huhn

Die Enten legen ihre Eier in Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt.

Was ist die Folge?

Alle Welt isst Hühnereier.

– Henry Ford –

Warum sagt man im Norden “Moin”

Gute Frage. Also machte ich mich mal auf die Suche nach den Wurzeln dieses Grußes.

Die genaue Herkunft ist nicht so leicht festzustellen, da es widersprüchliche Quellen gibt.

Allgemein wird angenommen, dass man dem Angesprochenen “Einen Guten” wünscht. Das erklärt zumindest die Tatsache, dass man den Gruß zu jeder Tageszeit verwenden kann.

Am plausibelsten scheint mir die Erklärung, dass der Gruß aus dem Friesischen kommt, denn nur in diesen Regionen war, wie auch in Hamburg, bis in die 70er Jahre hinein “Moin Moin” verbreitet. Das soll vom friesischen “moi Morn” hergeleitet sein. “Morn” bedeutet “Morgen” und im Zusammenhang mit “moi” bekam “Morn” die Bedeutung “Tag”, oder wie der Norddeutsche auch zu sagen pflegt “Tach” – diese Grußformel wurde übrigens in den anderen Regionen Schleswig-Holsteins anstelle von Moin Moin benutzt.

Die Ostfriesen selbst gehen davon aus, dass “Moin” die Kurzform von dem Gruß “Moi´n Dag” ist, wobei “Dag” “Tag” bedeutet und “moi” im Ostfriesischen Platt für “gut” oder “schön” steht.

So, ich hoffe, ihr seid nun etwas schlauer. Also ich bin´s ,-)

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