Archiv für den Monat: April 2011

Woher kommt eigentlich der Osterhase?

Nach einer längeren, arbeitsbedingten Abstinenz habe ich mir die Frage gestellt, woher denn der Osterhase kommt.

Ich hoffe, ihr habt alle ein sonniges, gesegnetes und auch fröhliches Osterfest gehabt sowie viele Ostereier und Osterhasen gefunden. Aber warum gerade Eier und Hasen?

Grundsätzlich ist es wie bei vielen Bräuchen – die Herkunft ist unklar, bzw. kann auf verschiedenste Arten hergeleitet werden.

Fangen wir beim Hasen an: unstrittig ist sicherlich, dass der Hase ein Fruchtbarkeitssymbol ist und im Frühling “aktiv” wird.

Die Eier: das Ei gilt ebenfalls als Fruchtbarkeitssymbol, denn es steht für Geburt.

Bei den sogenannten Heiden war Ostara die Göttin der Fruchtbarkeit und somit auch die Frühlingsgöttin. Ihre Symbole waren das Ei und der Hase.

Bunte Eier? Da Eier schnell verderblich sind, hat man sie früher eingelegt und in der Erde vergraben. So waren sie kühl gelagert und wochenlang haltbar. Beim Ausgraben sah man, dass sie sich verfärbt hatten – in der Regel blau, was aber dem Geschmack keinen Abbruch tat.

Was hat das Christentum nun damit zu tun? Nun, Ostern ist das Fest der Auferstehung Christi. Und das Ei gilt zudem als Symbol der Auferstehung.

Kaiser Konstantin hatte den christlichen Glauben als “Staatsglauben” auserkoren. Um diesen durchzusetzen, hatte er christliche Traditionen mit heidnischen Sitten “gemixt”. So waren einerseits die Christen zufrieden, aber andererseits konnten auch die Heiden das Christentum so leichter akzeptieren. Beide Bräuche vermischten sich daher.

Vom Osterhasen und vom Osterei sprach man zum ersten Mal im 17. Jahrhundert.

So oder so ähnlich wird es dann wohl gewesen sein. Also dann wünsche ich allseits Frohe Ostern!