Fleetenkieker

In Hamburg war Fleetenkieker seit dem 16. Jahrhundert die amtliche Bezeichnung für Mitarbeiter der Düpekommission, die für die Schiffbarkeit und Reinhaltung der Fleete sorgten. Durch Schlickbildung sowie durch die Entsorgung privater und gewerblichen Unrats wurde die Boots- und Schifffahrt auf den Fleeten regelmäßig gestört.  Der Begriff Fleetenkieker erfuhr im 18. Jahrhundert einen Bedeutungswandel:  ab da hießen so die Abfallsammler, die während der Ebbe die Fleete nach verwertbaren Dingen absuchten.  Im 20. Jahrhundert verschwanden die Fleetenkieker vollständig aus dem Stadtbild und der Begriff wurde romantisiert, Fleetenkieker wurden als Figuren dargestellt, die mit hohen Watstiefeln durch die trockengefallenen Kanäle stapfen.

Wiederbelebt wurde der Begriff 1994 durch den Verein “de Fleetenkieker”, der die Hamburger Kanäle und Fleete freiwillig regelmäßig von Unrat befreit.

Textquelle: wikipedia.org
Bild: Fleetenkiekerskulptur in Buxtehude