Kategorie-Archiv: Dies und das

Das Amerikanische Generalkonsulat in Hamburg


Historische Aufnahme des heutigen Konsulatsgebäudes vor dem ersten Weltkrieg

Das Amerikanische Konsulat in Hamburg kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Es wurde am 17. Juni 1790 als eines der ersten amerikanischen Konsulate gegründet. John Parish, ein eingebürgerter Hamburger mit schottischen Wurzeln, wurde Stellvertretender Konsul. 1793 wurde Parish zum Konsul befördert; er ist bisher der einzige an diese Vertretung entsandte Nichtamerikaner.

Im Jahre 1903 wurde Hugh Pitcairn zum ersten Generalkonsul ernannt.


Der erste amerikanische Konsul in Hamburg: John Parish (1790-1796).

Das Konsulat war vom 3. Oktober 1917 bis 1922 – also während des bzw. nach dem 1. Weltkrieg – zum ersten Mal geschlossen. Zum 2. Mal wurde es im 2. Weltkrieg, am 8. Juli 1941 geschlossen, so wie alle anderen Amerikanischen Konsulate in Deutschland. Amerikanische Interessen wurden durch die Schweizerische Gesandtschaft vertreten. Das Generalkonsulat wurde am 1. März 1946 wiedereröffnet, und 1950 kaufte die amerikanische Regierung das heutige Gebäude.

Geschichte des “Weißen Hauses an der Alster”

Das “Weiße Haus an der Alster”  besteht aus 2 Gebäuden, die klassische Beispiele der gehobenen hanseatischen Architektur des 19. Jahrhunderts sind. Beide wurden von dem berühmten Architekten Martin Haller entworfen, der ebenfalls Architekt des Hamburger Rathauses war.

Das größere Haus wurde 1882 für den Kaufmann G. Michaelsen erbaut, der es 1891 an Wilhelm A. Riedemann verkaufte, einem Pionier der Tankschifffahrt und einem der Gründer der Deutsch-Amerikanischen Petroleum-Gesellschaft (später ESSO). Das Nachbarhaus wurde 1893 für den Geschäftsmann Julius Ree erbaut, der es kurz nach seiner Fertigstellung an Eduard Sanders verkaufte, den Geschäftspartner und Schwiegersohn von Herrn Riedemann.

Von 1933 bis 1945 wurde das Haus als Hauptquartier der Nationalsozialisten in Hamburg genutzt. Am Ende des Krieges wurden die Häuser durch die britische Besatzungsmacht konfisziert. Im Mai 1950 erwarben die USA beide Häuser von den Erben der Eigentümer. Die Häuser wurden umgebaut und durch den großen klassischen, dem Weißen Haus nachempfundenen Säulengang verbunden. Das Konsulat zog offiziell am 15. August 1951 ein.

Der derzeitige Standort ist mindestens die 30. Adresse des Amerikanischen Konsulats in Hamburg. 31 Konsuln und 21 Generalkonsuln wurden seit 1790 nach Hamburg entsandt.

Text- und Bildquelle: Amerikanisches Generalkonsulat Hamburg

Die erste Luxus-Kreuzfahrt der Geschichte

Augusta Victoria um 1890

Am vergangenen Wochenende besuchten die beiden Schwesterschiffe Queen Mary II und Queen Elizabeth gemeinsam den Hamburger Hafen. Die Reederei Cunard Line war jedoch nicht der Pionier der heutigen Kreuzfahrt, nein, diese Idee hatte als erster Albert Ballin.

Die erste Luxus-Kreuzfahrt der Geschichte dauerte 57 Tage, 11 Stunden und 3 Minuten und war der Anfang einer “Industrie”, die heute weltweit Zehntausende von Menschen beschäftigt. Als der Doppelschrauben-Schnelldampfer “Augusta Victoria” der Hamburger Reederei HAPAG am 22. Januar 1891 von Cuxhaven in See stach, war auch jener Mann an Bord, der die Idee für eine Luxus-Kreuzfahrt hatte: Menschen sollten umgeben von Komfort und Überfluss über die Meere fahren, dies sollte laut Albert Ballins Überzeugung eine große Zukunft haben.

Ballin, Generaldirektor der HAPAG, begeisterte mit seinem Charme und seiner Klugheit die Passagiere der ersten Reise immer wieder und tat auch alles für das Wohlbefinden der Kreuzfahrt-Pioniere an Bord: sämtliche Kabinen waren erstklassig, die Teilnehmerzahl war auf 227 begrenzt, so dass jeder reichlich Platz hatte. Es gab eine Bordzeitung, die täglich gedruckt wurde, Unterhaltungsprogramm und eine hochklassige Küche.

Eigentlich hatte Ballin nur einen Weg gesucht, seine Schiffe vor allem im Winter besser zu nutzen, da sie manchmal nur zur Hälfte ausgelastet im Nordatlantik-Verkehr unterwegs waren. So ging die Reise ins Mittelmeer und in den Orient, und ganz nebenbei wurde noch ein Rekord aufgestellt. Denn die 144,80 Meter lange, 16,62 Meter breite und 7661 Bruttoregistertonnen schwere “Augusta Victoria” war das größte Passagierschiff, das bis zu jenem Zeitpunkt je die Straße von Gibraltar passiert hatte. Übrigens war das Schiff nach der Ehefrau des deutschen Kaisers Wilhelm II. benannt, die eigentlich Auguste Viktoria hieß, weshalb der Name des Schiffs später in “Auguste Victoria” geändert wurde.

Auf ihrer ersten Orientfahrt lief die “Augusta Victoria” 14-mal Häfen an und wurde überall überschwänglich empfangen. In Piräus ordnete der König 15 Salutschüsse an, in Istanbul, das seinerzeit noch Konstantinopel hieß, machte der Sultan der Türkei seine Aufwartung, von Alexandria aus besuchten die Passagiere Kairo und die Pyramiden.

1904 wurde die “Auguste Victoria” zum Kriegsschiff: die Russen boten für das erste Kreuzfahrtschiff der Welt einen guten Preis, und die HAPAG verkaufte. Die “Auguste Victoria” wurde zum russischen Hilfskreuzer “Kuban” und 1907 in Stettin abgewrackt.

Diese weltweit erste Orientkreuzfahrt und viele folgenden machte die HAPAG zur führenden Kreuzfahrt-Reederei weltweit. Sie hatte einen Vorsprung, der viele Jahrzehnte anhielt.

Quelle: abendblatt.de

Just another manic Monday


Die Mondgöttin Luna

… so sangen die Bangles in den 80er. Nachdem ich bereits den Donnerstag und den Freitag unter die sprachgeschichtliche Lupe genommen habe, frage ich heute: woher hat der Montag eigentlich seinen Namen? Wie alle sieben Tage der babylonischen Woche wurde auch der Montag nach einer Gottheit – beziehungsweise nach dem Planeten, der diese Gottheit symbolisierte – benannt. Der zweite Wochentag galt als Tag des Mondes bzw. der Mondgöttin Luna (englisch: Monday, französisch: Lundi, italienisch: Lunedi, spanisch: Lunes). In den romanischen Sprachen wird der Bezug zur Luna deutlicher als in der deutschen bzw. englischen Bezeichnung, da diese eine Lehnübersetzung der lateinischen Bezeichnung Dies Lunae „Tag der (Mond-)Göttin Luna“ ist.

Textquelle: wikipedia.org
Bildquelle: Mondgöttin Luna, Gemälde von Sebald Beham anno 1539

Das Franzbrötchen


Ein Franzbrötchen mit Streuseln

Eine typische Hamburger Leckerei ist das Franzbrötchen, dass es mittlerweile in allen möglichen Varianten, beispielsweise so wie auf dem Bild mit Streuseln, aber auch mit Rosinen, Mohn, in Vollkorn oder mit Schokolade gibt. Eins haben sie alle gemeinsam, nämlich den Teig aus Mehl, Hefe, Butter, Zucker und natürlich Zimt.
Doch woher kommt dieses Franzbrötchen? War ein Bäcker namens Franz der Erfinder? Nein, weit gefehlt. Vermutlich ist das Franzbrötchen ein Überbleibsel der französischen Besatzungszeit zu Anfang des 19. Jahrhunderts. Manche vermuten, dass die Hamburger Bäcker versucht hätten, ein Croissant nachzubacken. Dazu hat man ein normales Laib Brot mit Butter gebacken. Abschließend wurde dies dann noch in einer Fettpfanne veredelt. Auf manch’ einer Stadtrundfahrt wird eine Anekdote verbreitet, demzufolge ein Hamburger aus Wut über die französischen Besetzer auf ein Croissant geschlagen und es zum Franzbrötchen platt gemacht hätte. Das ist aber wohl nur Seemannsgarn. Besonders gut schmeckt das Franzbrötchen übrigens, wenn es über Nacht “durchgezogen” ist und dann kurz auf einem Toaster warm gemacht wird :-)

Von der Abschaffung der Feuerprobe

Die Probe des glühenden Eisens

Bis in die Mitte des dreizehnten Jahrhunderts war in Hamburg noch die Feuerprobe erlaubt, ein uraltes, überall verbreitetes Gerichtsmittel, welches der Wahrheitsfindung diente. Wer einer Straftat oder Lüge verdächtigt war, der mußte, um seine Unschuld zu beweisen, unter Anrufung Gottes glühendes Eisen anfassen, auf dasselbige treten oder durch ein loderndes Feuer schreiten. Kam er dann unverletzt davon, so nahm man an, daß Gott selbst die Wahrheit seiner Behauptung durch dies Wunder bewiesen habe, und sprach ihn frei. Es gab bekanntlich auch andere ähnliche Gottesgerichte, zum Beispiel die Wasserprobe und den Zweikampf. Übrigens konnte ein als ehrenhaft bekannter Mann sich schon durch seinen Eid vom Verdacht befreien, nur diejenigen, deren Eid keinen Glauben geschenkt wurde, wurde die gefährliche Feuerprobe zugemutet.

Schon längst waren von den Päpsten die Feuerproben verboten, aber da das Volk nun einmal an deren Untrüglichkeit glaubte, waren sie schwer abzuschaffen. Papst Heinrich III. (um 1216) und Kaiser Friedrich II. (um 1221) erließen Erklärungen dagegen, und schafften sie damit auch an vielen Orten ab. Aber in Hamburg blieben sie trotzdem in Gebrauch, weil manche Dompröbste ihre Beibehaltung für nützlich erachteten.

Im Jahre 1257 aber hatte der Rat zu Hamburg ein Einsehen und schickte einige Gesandte nach Viterbo in Italien an den Papst Alexander IV, und schlugen ihm vor, daß doch endlich die gefährliche Feuerprobe gänzlich abgeschafft würde. Der Papst nahm die Hamburgischen Gesandten freundlich auf, versprach Gewährung, und übergab ihnen ein Schriftstück vom 1. Juni 1257, worin er erklärte, daß er den Rat, die Bürger und das Volk zu Hamburg in allen unterstütze, was nicht gegen die gesunde Vernunft verstosse. Daher erfülle er gerne die Bitte der Hamburger Gesandten und schaffe hiermit die Feuerprobe ab. Kein Mensch sollte fortan gezwungen werden, sich ihr zu unterwerfen, und wer dagegen handele, dem sei der Zorn Gottes und der heiligen Apostel Petri und Pauli sicher.

Damit kehrten die Hamburger Gesandten zurück, und da sich kein Angeklagter freiwillig die Feuerprobe aussetzen wollte, ist sie seitdem in Hamburg nicht mehr vorgekommen.

Textquelle: Otto Beneke, Hamburgische Geschichten und Sagen, Hamburg 1886. Nr. 28
Bildquelle: Ausschnitt aus einer Seite des Rituale in der Stiftsbibliothek Lambach

Der Heiermann

Zu DM-Zeiten wurde ein Fünf-Mark-Stück in Nord- und Westdeutschland auch mit Heiermann bezeichnet. Woher stammt der Begriff? Es gibt mehrere Herleitungen, die alle irgendwie plausibel klingen.

Heuer

Angeblich soll der Begriff von der “Heuer” der Hamburger Seeleute abstammen, die um 1900 5 Deutsche Mark pro Stunde – also einen Heuermann – erhielten. Daraus wurde später der Heiermann.

In die Heia gehen (schlafen gehen)

Gemäß dieser Erklärung soll der Begriff ebenfalls aus Hamburg stammen, er soll aber nicht von der Heuer abgeleitet sein sondern indirekt von der Dienstleistung, die man in den 1950er Jahren für 5 Mark bekam: in die Heia gehen. Oder anders gesagt: der Preis für eine Prostituierte auf der Reeperbahn betrug zu der Zeit einen Heiermann. Dagegen spricht, dass ein 5-Mark-Stück schon viel früher als Heiermann bezeichnet wurde.

Hebräisch

Eine weitere Herleitung stammt aus dem Hebräischen. Dort steht für die Zahl Fünf der Buchstabe “Hej”, der fünfte Buchstabe im hebräischen Alphabet. Insbesondere aus sprachgeschichtlicher Sicht ist dies die naheliegendste Erklärung.

Quelle Text & Bild:
wikipedia.org

Der Stuhlmannbrunnen

Die Zentauren im Kampf um den gefangenen Fisch

Seit 112 Jahren, genau genommen seit dem 1. Juni 1900 steht Stuhlmannbrunnen in Altona. Der von Paul Türpe entworfene Brunnen stand zunächst vor dem Altonaer Bahnhof. Anfang des 20. Jahrhunderts war Altona noch Zentrum der Deutschen Fischindustrie, bis die Stadt Hamburg Altona die Fischereirechte streitig machte. Der Wettstreit zwischen den Städten um die Vorherrschaft in der Fischerei wird durch die dargestellten, gewaltigen Zentauren symbolisiert. Des Weiteren finden sich Figuren wie Triton und die Nixe Nereide, beides Fabelwesen, die zur Hälfte Mensch, zur Hälfte Fisch sind, sowie Frosch und Echse an den Längsseiten. Letztere stoßen ihren Wasserstrahl gegen die Zentauren. In der Darstellung behält Hamburg die Oberhand um einen ins Netz gegangenen Fisch, aus dessen Maul ebenfalls eine gewaltige Fontäne schiesst.

Die Brunnenanlage ist insgesamt äußerst imposant. In dem 20 mal 10 Meter großen Granitbecken steht der Brunnen mit seinen 7,5 Metern Höhe und 4 Metern Breite. Die durch die Jahrzehnte korrodierten Teile des Brunnen wurden in einer Zusammenarbeit von Denkmalpflege und privaten Sponsoren restauriert. Zum 100 Geburtstag des Brunnens wurde er in der Parkanlage vor dem Altonaer Bezirksamt – am Platz der Republik – wieder aufgestellt. Benannt ist das Denkmal nach Caspar Heinrich Stuhlmann, der der Stadt Altona 1872 eine Geldspende zur Errichtung eines Springbrunnens vermachte.

Quelle: kulturkarte.de
Bildquelle: flickr.com/Reinhard_Schuldt

 

Der Fischmarktvogt


Auch auf dem Hamburger Fischmarkt muss für Ordnung gesorgt werden. Deswegen gibt es hier schon seit den Anfängen einen Marktaufseher, der über das bunte Treiben wacht: den Fischmarktvogt.

Was kostet eigentlich so ein Fischmarkt?

Der erste Fischmarktvogt hieß Jacob Jacobsen. Er wurde 1715 vom Altonaer Präsidenten Graf Reventlow dazu ernannt. Die Stelle erhielt er im Austausch seiner Grundstücke am Fischerplatz, da diese Flächen zur Erweiterung des Fischmarktes gebraucht wurden. Der Posten des Fischmarktvogts war heiß begehrt, doch nicht jeder konnte sich den Posten leisten. Die Marktaufsicht wurde damals nämlich “versteigert”, der Meistbietende erhielt den Zuschlag für die Pacht. Beispielsweise zahlte der Altonaer Bürger Gerd Pruß im Jahre 1733 765 Mark für die Pacht, eine sehr hohe Summe für die damalige Zeit.  Die Pacht war jedoch ein sehr einträgliches Geschäft: wer einen Stand auf dem Fischmarkt haben wollte, musste sich den Standplatz beim Fischmarktvogt mieten. Wenn das Marktgeschäft also gut lief, konnte man mit der Pacht viel Geld verdienen.

Ein Vogt für alle Fälle

Das Vermieten von Standplätzen war jedoch nur eine von vielen Aufgaben des Fischmarktvogts. Er musste auch Fischbänke und Geräte, die für den Marktbetrieb nötig waren, kaufen und in Stand halten. Maße und Messbecher verlieh er für einen Schilling pro Tag. An Markttagen sorgte er zudem dafür, dass das Markttreiben nicht zu laut wurde und Stände den Verkehr nicht behinderten. Ausserdem war er für die Reinigung des Platzes verantwortlich.

Der heutige Fischmarkt

Heute ist das Marktbüro und die Polizeiwache an der Ecke Fischmarkt / Breite Straße zu finden. Organisiert wird der Fischmarkt vom Verbrauchschutzamt Altona. Jeden Sonntag sorgen ein Marktmeister und sieben Helfer für den ordentlichen Ablauf des Fischmarktes. Sie weisen Standplätze zu, nehmen Gebühren ein und achten auf die Einhaltung der Marktzeiten. Die Polizei sorgt für die Sicherheit auf dem Markt.

Quelle: hamburg.de
Bildquelle: flickr.com/j@ck!

Hamburger Dom

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Luftbild des Hamburger Doms

Derzeit findet er wieder statt: der Hamburger Dom, das größte Volksfest Deutschlands. Dieses Volksfest hat eine jahrhundertelange Tradition: schon im Jahr 1329 ist ein marktähnliches Treiben neben dem ehemaligen Mariendom belegt, Händler und Gaukler bauten ihre Stände auf, es fand ein Weihnachtsmarkt statt. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde eine Seitenhalle für den Mariendom gebaut, die später Schappendom genannt wurde. Diese Bezeichnung kam von Tischlern, die dort ihre Schränke (Schapp) ausstellten. Diese zur Weihnachtszeit stattfindenden Verkaufsausstellungen wurden bald nach ihrem Austragungsort nur noch “Dom” genannt, und als der Markt wegen des Abbruchs der Kathedrale im Jahr 1804 auf den Gänsemarsch umzog, wurde der Name einfach mitgenommen. 1892 zog der Dom auf das Heiligengeistfeld um, zu diesem Zeitpunkt gehörte im Wesentlichen Vergnügen und Belustigung zum Markttreiben.

Heute findet der Hamburger Dom drei Mal im Jahr statt: im Frühjahr (Frühlingsmarkt – seit 1922), im Sommer (Hummelfest – seit 1947) und im Spätherbst (Dommarkt – ursprünglich der Weihnachtsmarkt).

Bildquelle: de.wikipedia.org

Es ist Freitag!

Göttin Freya auf ihrem Gespann, gezogen von großen Katzen

Der Freitag ist bekanntermaßen der fünfte Wochentag im deutschen Kalender gemäß DIN 1355 – ja, dafür gibt’s eine Deutsche Industrie Norm. Nach christlicher bzw. jüdischer Zählung ist der Freitag der 6. Tag der Woche.

Doch woher stammt eigentlich der Name Freitag? Aufmerksame Leser dieses Blogs ahnen es schon: es hat wieder was mit Göttern zu tun. :-) Der Freitag ist genauso wie der Donnerstag einer Gottheit gewidmet, der germanischen Göttin Freya, Gemahlin von Wotan. Sie war Göttin der Fruchtbarkeit, des Frühlings, des Glücks und der Liebe, sowie Lehrerin des Zaubers. Sie wurde zur Namensgeberin für den deutschen Freitag und den britischen “Friday”. Unsere romanischen Nachbarn haben sich für die Namensgebung Freyas Pendant, der Göttin Venus, bedient: so heisst es zum Beispiel im Französischen “Vendredi”. Freitag der 13. gilt in unserem Kulturkreis als Unglückstag, vermutlich weil die Kombination aus dem Wochentag, an dem Jesus Christus starb, und der 13  - dem “Dutzend des Teufels” – als Unglückszahl als besonders Unheil bringend galt. Dieser Aberglaube entstammt christlicher Tradition.

Ich wünsche allen Lesern einen schönen, frühlingshaften Freitag!

Bildquelle: coldantlerfarm.blogspot.de